27/04/2026 0 Kommentare
Vernissage Fotoausstellung "Zuhause" | Architektursommer
Vernissage Fotoausstellung "Zuhause" | Architektursommer

In der Ausstellung „Zuhause“ stehen sich drei unterschiedliche Quartiere in Hamburg Altona gegenüber, die gemeinsam 100 Jahre städtischen Wohnungsbau umfassen. Sie wurden in Zeiten gebaut, in denen Wohnraum knapp war. Welche Bedürfnisse sind mit dem Thema Wohnen verbunden? Wie haben sich die Ideale der Stadtplanung im Laufe der Zeit verändert? Mit diesen Fragen setzt sich die Ausstellung auseinander.
Großformatige Fotografien der Architektur dieser Orte stehen neben Innenansichten der Wohnräume. Die Fotografien zeigen, wie sich die Vision vom städtischen Wohnungsbau über die Jahrzehnte verändert hat und welche individuelle Bedeutung das eigene Zuhause für die Menschen hat, die dort leben.
Gespräche mit den Menschen vor Ort beschreiben ihre persönlichen Sichtweisen auf das sensible und komplexe Thema Wohnen. Sie sind in Form von Texten Teil der Ausstellung.
Die Ausstellung beginnt mit der Steenkampsiedlung. Sie wurde zwischen 1914 und 1926 nach dem Vorbild der englischen Gartenstadt erbaut. Die Gärten sollten nicht nur der Erholung, sondern auch der Selbstversorgung dienen. Die Siedlung kann als frühes Musterbeispiel für sozialen Wohnungsbau angesehen werden. Heute ist ein Großteil der Häuser in Privatbesitz.
Der Osdorfer Born entstand Ende der 1960er bis Anfang der 1970er als erste Großwohnsiedlung Hamburgs. Die Häuser wurden in Plattenbauweise mit bis zu einundzwanzig Geschossen errichtet. Das städtebauliche Leitbild lautete „Urbanität durch Dichte“. Die öffentlich geförderten Wohnungen galten damals als sehr komfortabel und modern. Heute ist es ein Ort, der in der öffentlichen Wahrnehmung als sozialer Brennpunkt stigmatisiert wird.
Die Mitte Altona entsteht seit 2015 auf einem ehemaligen Bahngelände in zentraler Lage. Ziel der Stadtplanung ist ein inklusives und nachhaltiges Quartier, das allen Menschen offen steht. Durch ein Drittel öffentlich geförderte Mietwohnungen, freifinanzierte Mietwohnungen und Eigentumswohnungen soll soziale Mischung realisiert werden.
Fotografin Tanja Birkner ist Kulturwissenschaftlerin und arbeitet seit 1999 als freie Fotografin und Dozentin in Hamburg. In ihren fotografischen Langzeitprojekten widmet sie sich gesellschaftlich relevanten Themen.
In Kooperation mit dem 11. Hamburger Architektur Sommer
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